Nachrichten, Behindertenpolitik, Behindertenorganisationen, Selbstbestimmt, Leben
kobinet-nachrichten
  • Kein Notruf für Gehörlose
    Chance verpasst – Gehörlose weiterhin in Gefahr, betitelt heute die behindertenpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag eine Pressemitteilung: "Die Bundesregierung hat die Chance vertan, in dieser Legislaturperiode ein barrierefreies Notrufsystem einzuführen, mit dem gehörlose und hörgeschädigte Menschen in Notsituationen Hilfe anfordern können. Die gestern verabschiedete Novelle des Telekommunikationsgesetzes sieht die nötigen Änderungen nicht vor und unser Antrag wurde abgelehnt", so Corinna Rüffer.

  • Ministerin lobt Integrationsunternehmen
    Die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler überbrachte dem Integrationsunternehmen BEST in Boppard ihre herzlichen Glückwünsche zum Jubiläum. "Im Laufe von 25 Jahren wuchs das Unternehmen BEST zu einem der größten und erfolgreichsten Inklusionsbetriebe in Rheinland-Pfalz heran und darf im Land beispielgebend als Leuchtturm gelten", betonte die Ministerin.

  • Noch bis 1. Mai bewerben für's Campaign Boostcamp
    "Noch bis 1.Mai bewerben für's Campaign Boostcamp!" Unter diesem Motto weisen die Sozialhelden auf eine spannende Veranstaltung hin. Das Campaign Boostcamp bietet politisch Engagierten Trainings an, um das Handwerkszeug für Kampagnen zu erlernen und Netzwerke zu anderen Aktivist*innen zu knüpfen. Das nächste Campaign Boostcamp findet statt vom 25. bis 30. Juni in der Perspektivfabrik nahe Berlin.

  • Sozialwahl: Barrierefreie Unterlagen anfordern
    Die Sozialwahl 2017 ist barrierefrei - dazu hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) beigetragen. Für blinde und sehbehinderte Wählerinnen und Wähler wurden Stimmzettelschablonen und CDs produziert, auf denen der Umgang mit der Schablone erläutert wird. Darauf hat der DBSV in seinem Newsletter hingewiesen.

  • Es bewegt sich was und macht Spaß
    Seit November letzten Jahres macht Birger Höhn aus Dresden als Inklusionsbotschafter in einem von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) durchgeführten und von der Aktion Mensch geförderten Projekt mit. Sein Fazit nach einem halben Jahr ist eindeutig: "Es bewegt sich was und macht Spaß".

  • Schloss Friedrichsfelde für alle?
    Das Schloss Friedrichsfelde im Berliner Tierpark bleibt nach Auskunft des Senats weiterhin nicht barrierefrei. Ab wann es auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zugänglich sein wird, sei derzeit nicht absehbar, sagte Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa. Er antwortete auf eine schriftliche Anfrage des Abgeordneten Thomas Seerig (FDP).

  • Berliner Protesttag vielfach unterstützt
    Die Auftaktrede der Kundgebung zum Berliner Protestag am Brandenburger Tor hält Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Weitere Protagonisten der Behindertenbewegung, wie etwa Raul Krauthausen (Sozialhelden), werden zugegen sein und ihre politischen Forderungen vortragen. Viele Vereine, Institutionen und Verbände unterstützen den Berliner Protesttag. Sie vertreten Millionen von Mitgliedern und betroffene Menschen. Eine Liste der Unterstützer-Vereine und weitere Informationen auf www.protesttag-behinderte.de.

  • Mehr Barrierefreiheit in der EU angestrebt
    Wie der Pressedienst der Europäischen Kommission berichtet, müssen wichtige Produkte und Dienstleistungen wie Telefone, E-Book-Reader, Betriebssysteme und Zahlungsterminals für Menschen mit Behinderungen zugänglich gemacht werden. Das sehen Entwürfe von EU-Vorschriften vor, die im Binnenmarktausschuss mit 20 Ja-Stimmen bei 17 Stimmenthaltungen angenommen wurden.

  • Chemotherapie? Jetzt mit Zwang geplant
    Eine unfreiwillige Behandlung soll nun aus den Mauern geschlossener Psychiatrien herausgelöst werden. Künftig soll auch bei jedem freiwilligen Krankenhausaufenthalt eine Zwangsbehandlung möglich sein. Das Bundesjustizministerium legte einen entsprechenden Gesetzentwurf vor, der aktuell im Rechtsausschuss des Bundestages liegt. Das bisher nur in Psychiatrien praktizierte Vorgehen, gegen den erklärten Willen zu therapieren, wird in besonderem Maße auf körperliche Leiden ausgeweitet. Darauf weist Martin Lindheimer vom Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE) hin.

  • Erstaunen über vermeintliche unabhängige Beratung
    Derzeit überbieten sich traditionelle Träger, die bisher wenig mit der Selbstbestimmung behinderter Menschen, einer ernsthaften Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und noch weniger mit einer unabhängigen Beratung von behinderten Menschen für behinderte Menschen zu tun hatten, darin, sich im Lichte des Bundesteilhabegesetzes zu positionieren. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul sprach mit Britta Schade, die an einem Workshop zur unabhängigen Teilhabeberatung des Paritätischen in Baden-Württemberg teilgenommen hat.

  • Kellerkinder laden zur Fachtagung zur BRK-Enquete
    Zu einer virtuellen Fachtagung über die Idee für eine Enquete-Kommission zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK-Enquete) lädt der Verein Kellerkinder vom 4. bis 06. Mai zu einer virtuellen Fachtagung ein. Dabei soll exemplarisch an der Situation von Menschen mit seelischen Behinderungen und Lernschwierigkeiten die Forderungen bekräftigt werden. Während der Tagung werden aber auch Vertreter*innen anderer Behinderungsgruppen einen behinderungsübergreifenden Ansatz einer BRK-Enquete verdeutlichen. Darauf hat Thomas Künneke die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

  • Über 30.000 UnterstützerInnen in 24 Stunden
    Dass es in der Bevölkerung eine große Solidarität für ein selbstbestimmtes Leben und die Menschenrechte behinderter Menschen gibt, das zeigt die am Montag gestartete Petition von AbilityWatch gegen Zwangseinweisungen behinderter Menschen in Heime. Innerhalb von 24 Stunden zeichneten über 30.000 Menschen die bei change.org eingestellte Petition und setzten damit ein eindrucksvolles Zeichen gegen PolitikerInnen, die Zwangseinweisungen und die Beschneidung des Selbstbestimmungsrechts behinderter Menschen voran treiben bzw. in Kauf nehmen.

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