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kobinet-nachrichten
  • Wahlrechtsausschlüsse vor Europawahl abschaffen
    Das im Grundgesetz in Artikel 38 verankerte Wahlrecht ist ein fundamentales Grundrecht und ermöglicht politische Mitbestimmung. In Deutschland sind aber rund 81.000 Menschen, für die eine Betreuung in allen Angelegenheiten dauerhaft angeordnet ist, vom aktiven und passiven Wahlrecht ausgeschlossen. Das gilt sowohl für die Bundestagswahl als auch für die Europawahl. Dies muss sich nach Ansicht des Bundesbehindertenbeauftragten Jürgen Dusel ändern, wie er anlässlich des gestrigen Tags des Grundgesetzes erklärte.

  • Verena Bentele zu Gast bei SWR1 Leute
    "Man sollte alles ausprobieren", nach diesem Motto lebt Verena Bentele. Die ehemalige Bundesbehindertenbeauftragte und seit kurzem VdK-Präsidentin ist am Freitag, den 25. Mai von 10.00 - 12.00 Uhr zu Gast in der renommierten Radiosendung SWR1 Leute.

  • Vortrag: Heimkinderzeit in Bochum
    Am Dienstag, den 12. Juni, von 12.15 - 13.45 Uhr hält Prof. Dr. Annerose Siebert einen Vortrag zum Thema: "Heimkinderzeit: Kinder und Jugendliche in Einrichtungen der katholischen Behindertenhilfe in Westdeutschland (1949 - 1975)" an der Evangelischen Hochschule RWL in Bochum (Immanuel-Kant-Str. 18-20, Raum 119). Die Teilnahme am Vortrag ist kostenlos, ein Teil des Vortrags wird in leichter Sprache gehalten, heißt es in der Ankündigung.

  • Erfolg für mehr Barrierefreiheit in Bremer SPD
    Am 18. Mai hat die SPD im Land Bremen in ihrer Landesvorstandssitzung einstimmig der Beschlussempfehlung zu einem Antrag des Landesparteitages vom 21. April 2018 zugestimmt, die mehr Barrierefreiheit in den Aktivitäten der Bremer SPD vorsieht. Darauf hat Udo Schmidt von Selbst Aktiv, der Arbeitsgemeinschaft von Menschen mit Behinderungen in der SPD Bremen die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht. Dies sei ein großer Erfolg.

  • Momentaufnahme 049
    In meiner Kirche gibt es kein Gewölbe zwischen mir und dem Himmel. (Jules Renard)

  • Erfahrungen mit Begleitung von Opfer von Medikamententests
    Vor kurzem hat der Bayerische Rundfunk intensiv über Medikamententests in Behinderteneinrichtungen bis in die 70er Jahre hinein berichtet. Davon war auch der heutige Inklusionsbotschafter Martin Hackl betroffen. Ingrid Stubenvoll aus Berlin und Susanne Göbel aus Kassel sind mit Martin Hackl seit vielen Jahren befreundet und unterstützen ihn bei der Kommunikation. Wie es dazu kam, dass heraus kam, dass Martin Hackl Opfer von Medikamententests war und was dies bedeutet, darüber sprach kobinet-Redakteur Ottmar Milles-Paul mit Ingrid Stubenvoll und Susanne Göbel.

  • Beauftragte der Bundestagsfraktionen jetzt komplett
    Mit Angelika Glöckner, die vor kurzem zur Beauftragten der SPD-Bundestagsfraktion für die Belange von Menschen mit Behinderungen eingesetzt wurde, ist nun endlich die Riege der behindertenpolitischen SprecherInnen der Bundestagsfraktionen perfekt.

  • Pride Parade: An Barrierefreiheit ist gedacht
    Wenn am 23. Juni die fünfte "behindert und verrückt feiern" Pride Parade ab 15:00 Uhr stattfindet und behinderte, verrückte, eigensinnige und normalgestörte Menschen unter dem Motto "leise und laut – solidarisch und proud" durch Berlin ziehen, sich selbstbewusst so zeigen, wie sie sind, und gegen Diskriminierung kämpfen, dann ist dabei auch an Barrierefreiheit gedacht. Es stehen barrierefreie Toiletten zur Verfügung, es gibt ein Unterstützungsteam, das jederzeit angesprochen werden kann, und es gibt Möglichkeiten zum Ausruhen. Die Redebeiträge werden in Deutsche Gebärdensprache übersetzt, wie das Organisationsteam mitteilte.

  • Weniger inklusive Schulen in Nordrhein-Westfalen?
    In Nordrhein-Westfalen hat das Thema der schulischen Inklusion den Landtagswahlkampf geprägt. Nun will die schwarz-gelbe Landesregierung neue Standards zur inklusiven Beschulung beschließen. Die Folge könnte dabei sein, dass es zukünftig weniger inklusive Schulen gibt und die Förderschulen gestärkt werden, wie der WDR berichtet.

  • Blinder Mann baut sich ins Guinness-Buch der Rekorde
    Wolfgang Hermann, seit 41 Jahren blind, hat ein ganz besonderes Lebenswerk vollbracht. Trotz Erblindung hat er sich eigenhändig ein 930m² großes Haus gebaut. Der heute 73-Jährige aus dem niederbayerischen Dorf Ruhstorf bei Passau verlegte dabei unter anderem Stromleitungen, deckte das Dach selbst, arbeitete blind an der Kreissäge, mauerte die Wände eigenhändig. Mittlerweile wurde diese außergewöhnliche Lebensgeschichte in einem Buch mit dem Titel "Beide Augen zu und durch" festgehalten, welches ein 24-Jähriger Autor aus Bochum in Zusammenarbeit mit Wolfgang Hermann geschrieben hat.

  • Kommentar zum Thema Partizipation an UN-Fachausschuss
    Der Entwurf eines neuen generellen Kommentars zur UN-Behindertenrechtskonvention (General Comment GC) zum Thema Partizipation des UN-Fachausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen lässt die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hoffen, dass das Partizipationsgebot der UN-Behindertenrechtskonvention künftig ernster genommen und systematisch umgesetzt wird. Die ISL hat diese Woche fristgerecht ihre Kommentare zu dem Entwurf an den UN-Fachausschuss eingereicht.

  • Markus Igel bei Voll Normal im Interview
    Markus Igel aus Bad Kreuznach streitet seit vielen Jahren mit den Behörden um die Finanzierung seiner Persönlichen Assistenz. Heute berichtet er im Interview zwischen 13.00 und 14.00 Uhr in der Radiosendung Voll Normal auf über seine Rechtsstreitigkeiten und die damit verbundenen Probleme für ein Leben mit Persönlicher Assistnez in der eigenen Wohnung. Die Sendung wird auf 91,0 MHz im Berliner Kabelnetz und auf 92,6 MHz bei Kabel Deutschland (analog) gesendet. Zudem kann man die Sendung im Livestream anhören.

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