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kobinet-nachrichten
  • Freiwilligenagenturen für inklusive Ideen ausgezeichnet
    "Anstiften zur Teilhabe!" Unter diesem Motto wurden am 23. Juni drei Ideen von Freiwilligenagenturen mit jeweils 1.000 Euro ausgezeichnet, die sich für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen stark machen.

  • Zahlreiche Besucher bei Kunstausstellung
    Dass eine Sehbehinderung kein Hinderungsgrund für kreatives Schaffen ist, davon konnten sich die Besucher einer Ausstellung der Werkstatt-Galerie 37 der Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte am vergangenen Wochenende überzeugen. Im Rahmen der Ausstellungsreihe Kunst privat! öffnete die Frankfurter Stiftung ihre Pforten und präsentierte beeindruckende Werke blinder und sehbehinderter Künstler. Besonderes Highlight: Die Besucher durften die Exponate mit ihren Händen ertasten und auf Wunsch auch eine Augenbinde dabei tragen, was viele Interessierte mit großer Begeisterung taten.

  • Was die Parteien zur Inklusion versprechen
    Am 24. September 2017 wird in Deutschland der nächste Deutsche Bundestag gewählt. Drei Monate vor diesem Termin hat die Zeit der "Wahlversprechen" längst begonnen. Aber was versprechen uns die Parteien eigentlich ? Was versprechen sie zu tun, wenn sie denn in Regierungsverantwortung gewählt sind ? Kobinet-Redakteur Jens Wegener hat sich einmal durch die 490 Seiten bisher vorliegender Wahlprogramme gelesen und aufgeschrieben, was er unter dem Stichwort "Inklusion" in diesen Programmen gefunden hat.

  • Wahlrechtsausschlüsse in der Slowakei verfassungswidrig
    Am 22. Juni besuchte die slowakische Kommissarin für Menschen mit Behinderung, Zuzana Stavrovska, ihre deutsche Amtskollegin Verena Bentele, die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, in Berlin. Sie tauschten sich zur inklusiven Bildung, zum barrierefreien Zugang zum ersten Arbeitsmarkt und zum Betreuungsrecht aus. Die slowakische Kommissarin stellte dabei Verena Bentele das Urteil des Slowakischen Verfassungsgerichts vom 22. März 2017 vor, in dem das slowakische Wahlgesetz mit seinen Wahlrechtsausschlüssen von Menschen mit Behinderungen für verfassungswidrig erklärt wurde.

  • Ressourcen für Beteiligung auf Augenhöhe fehlen
    Die Partizipation von Menschen mit Behinderungen an politischen Entscheidungsprozessen war Schwerpunkt der 25. Verbändekonsultation des Deutschen Instituts für Menschenrechte in Berlin. Die dort angesiedelte Monitoringstelle zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und die vertretenen Verbände mahnten dabei an, dass die Ressourcen für eine Beteiligung auf Augenhöhe meist fehlen.

  • Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes erörtert
    Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) wurde im Dezember letzten Jahres mit den Stimmen der Regierungskoalition im Bundestag beschlossen. Auch im Bundesrat fand das Gesetz mit den Stimmen der CDU/CSU, SPD und den Grünen seine Mehrheit. Die daraus resultierenden Auswirkungen, insbesondere für AssistenzehmerInnen, wurden am 22. und 23. Juni bei der Bildungs- und Informationsveranstaltung des Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz (INITSA) mit hochkarätigen ReferentInnen in Berlin erörtert.

  • Neue S-Bahnzüge - Online-Petition
    Arnd Hellinger hat sich heute an den Petitionsausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin gewandt, weil nach den Befürchtungen behinderter Menschen neue Züge der Berliner S-Bahn weniger barrierefrei sein könnten. Derzeit werden von der S-Bahn Berlin GmbH und der Fahrzeugindustrie (Konsortium Stadler/Siemens) im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg neue S-Bahnzüge (Baureihe 483/484) entwickelt. "Leider hat sich anhand der bisher präsentierten Entwürfe sowie eines 1:1-Modells gezeigt, dass bei der Fahrzeugkonzeption - entgegen öffentlicher Behauptungen - grundlegende Aspekte der Barrierefreiheit nicht oder nur unzureichend berücksichtigt wurden", so Hellinger.

  • Diskussionsrunde zur Bundestagswahl
    Die Fürst Donnersmarck-Stiftung informiert über eine Diskussionsrunde mit Kandidaten zur Bundestagswahl, die sie gemeinsam mit der Behindertenbeauftragten im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf, Eileen Moritz, veranstaltet hat. Diskutiert wurde in möglichst einfacher Sprache, damit alle mitreden konnten. Für diese und weitere Nachrichten in Vorbereitung der Wahlen im September hat kobinet-Bildreporterin Irina Tischer eine Fotomontage gemacht.

  • Jakob Muth-Preis für inklusive Schule vergeben
    Der Jakob Muth-Preis für inklusive Schule zeichnet seit 2009 Schulen aus, die inklusive Bildung beispielhaft umsetzen und so allen Kindern die Möglichkeit eröffnen, an hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihre individuellen Potenziale zu entwickeln. Ausgezeichnet werden Schulen, die ein ganzheitliches Konzept für Schüler mit und ohne Behinderungen für das gemeinsame Lernen haben und so Vorbild sind. Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, hat dieser Tage diesen Preis erneut an inklusive Schulen vergeben.

  • Deutschland schöpft Potentiale des barrierefreien Tourismus noch nicht aus
    Ohne Barrieren mobil sein, mit Freunden Ausflüge unternehmen, in den Urlaub reisen - das alles möchten auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen gern machen. Wer von Behinderungen selbst betroffen ist, weiß, dass es hier, einerseits hinsichtlich Barrierefreiheit viele Fortschritte gibt, andererseits aber weiterhin ohne gründliche Vorbereitungen Reise an persönlich unbekannte Orte kaum ohne Probleme möglich sind. Diese Situation hat aber auch noch eine andere Seite, mit welche sich kürzlich eine Anhörung im Tourismusausschuss des Deutschen Bundestag beschäftigte: Der Barrierefreiheit als Wirtschaftsfaktor.

  • ACHSE jetzt mit gesundheitspolitischem Beirat
    Um Politik und Selbstverwaltung noch stärker zu beeinflussen und so die Anliegen für Menschen mit Seltenen Erkrankungen besser vorantreiben zu können, hat die Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE) e.V. einen Gesundheitspolitischen Beirat ins Leben gerufen. Konstituiert am 22. Juni 2017 in Berlin, soll dieser ACHSE ab sofort beraten und Strategien vorschlagen. Zu Mitgliedern berufen wurden Persönlichkeiten, die im Gesundheitswesen sehr viel bewegt und sich einen enormen Einblick in sowie Einfluss auf die Entscheidungsprozesse des Gesundheitswesens erarbeitet haben.

  • Erste inklusive Jugendherberge in Bayern
    Eine Jugendherberge, in der ein junger Rollstuhlfahrer mit seinen Freunden gemeinsam übernachten kann – diesen barrierefreien Service bietet die Jugendherberge in Bayreuth an. In drei Tagungsräumen wurden zusätzliche Induktionsschleifen installiert. 40 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Menschen mit Behinderungen sein.

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