Schutz 0811

Mainz, 3. Februar 2026: Das rheinland-pfälzische Familienministerium stärkt den Schutz vor Diskriminierung und fördert das Antidiskriminierungsbüro Rheinland-Pfalz des Trägers Netzwerk diskriminierungsfreies Rheinland-Pfalz mit einer Landeszuwendung für das Jahr 2026 in Höhe von 282.997,12 Euro. Den entsprechenden Förderbescheid hat Familienministerin Katharina Binz persönlich übergeben. "Diskriminierung ist keine Randerscheinung, sondern eine reale Erfahrung für viele Menschen in unserem Land, im Alltag, am Arbeitsplatz, bei der Wohnungssuche oder im Bildungsbereich. Wer Diskriminierung erlebt, braucht eine unabhängige, kompetente und vertrauenswürdige Anlaufstelle. Genau hier setzt die zivilgesellschaftliche Antidiskriminierungsberatung in Rheinland-Pfalz an", betonte die Ministerin.

Die stark gestiegene Zahl der Anfragen zeige deutlich, wie groß der Bedarf ist und wie wichtig dieses Angebot geworden ist. „Mit der Förderung des Antidiskriminierungsbüros stärken wir den Diskriminierungsschutz im ganzen Land und stellen eine frühzeitige Unterstützung für Betroffene sicher“, betonte Katharina Binz.

Der Bedarf an Antidiskriminierungsberatung in Rheinland-Pfalz ist gestiegen: 2025 verzeichnete die Landesantidiskriminierungsstelle Rheinland-Pfalz (LADS) 295 Diskriminierungsbeschwerden. Das sind 63 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Beratungsangebot geht aus einem dreijährigen Modellprojekt der Antidiskriminierungsstelle des Bundes hervor und soll mit der Förderung fortgeführt und ausgebaut werden.

Nach der unter der Ampelkoalition gestarteten dreijähriger Förderung mit fünf Millionen Euro pro Jahr konnte die Antidiskriminierungsstelle des Bundes 35 Projekte zur Antidiskriminierungsberatung fördern. Für den Haushalt 2026 hatte die schwarz-rote Bundesregierung und letztenendlich der Deutsche Bundestag für die Antidiskriminierungsberatung keine Mittel mehr zur Verfügung gestellt.