Hamburg, 4. März 2026: "Das Behindertengleichstellungsgesetz, kurz BGG, soll eigentlich dafür sorgen, dass Menschen mit Behinderungen weniger diskriminiert und Barrieren abgebaut werden. Nach jahrelangem Hin und Her und verschobenen Terminen ist der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reform des BGG seit dem 11. Februar 2026 auf dem Weg in den Bundestag und Bundesrat. Die Enttäuschung ist groß. Der Gesetzentwurf ist ein "Kniefall vor der Wirtschaft" und "schützt in erster Linie die Diskriminierer, nicht die Diskriminierten". Die parlamentarische Beratung ist in vollem Gang. Genau jetzt ist der Moment, in dem zivilgesellschaftlicher Druck wirklich Wirkung entfalten kann. Wir brauchen Dich!" Darauf macht René Schaar auf seiner Internetseite aufmerksam und ermuntert zur Unterzeichnung einer von ihm entwickelten Petition bzw. Unterschriftensammlung, zum Schreiben von Mails an die verantwortlichen Bundestagsabgeordneten und zum Posten des Protests über Social Media.
„Auf dieser Seite findest Du kurz zusammengefasst die 8 wichtigsten Kritikpunkte, Forderungen und Quellen, damit Du selbst laut sein kannst“, heißt es weiter auf der Internetseite von René Schaar.
Link zur Internetseite von René Schaar mit den Tipps
Link zur Petition bzw. Unterschriftensammlung zur BGG-Reform
In der Petition von René Schaar heißt es u.a.:
„Meine Mama wurde 2020 von einem Auto überfahren. Seitdem nutzt sie einen Rollator. Meine Oma saß die letzten Jahre ihres Lebens im Rollstuhl. Sie hatte Brustkrebs und brauchte gynäkologische Kontrolluntersuchungen. Doch keine Praxis in ihrer Nähe war barrierefrei. Meine Freunde Luis, Lisa und David nutzen einen Rollstuhl, Hannah wurde mit kurzen Beinen geboren und trägt Prothesen. Barrierefreiheit entscheidet für viele Menschen darüber, ob wir gemeinsam ins Kino oder zum Sport gehen können, ob ein Arztbesuch möglich ist, ob man abends spontan in eine Kneipe kommt oder ob Treppen, fehlende Toiletten und andere Barrieren das alles verhindern.
Ich will nichts Besonderes:
Ich will mit meiner Mama ins Kino.
Mit meiner Oma zu einer rollstuhlgerechten Arztpraxis.
Mit Luis und seinem E-Rollstuhl in die Kneipe.
Mit David und Lisa aufs Konzert, ohne dass Brandschutz als Vorwand dient, sie abzuweisen und mit Hannah in den Urlaub. Einfach so.
Ohne Planungsstress. Ohne Angst vor Abweisung. Ohne Treppen. Ohne Toiletten im Keller. Ohne ‚Du kommst hier nicht rein“. Barrierefreiheit ist kein Luxus. Sie ist Voraussetzung für Teilhabe.
Deshalb fordere ich:
Schluss mit Schlupflöchern bei Barrierefreiheit! Das Behindertengleichstellungsgesetz muss so angepasst werden, dass Barrierefreiheit in der Privatwirtschaft Pflicht wird! Baulich, digital, kommunikativ.
Wir Menschen mit Behinderung gehören zur Gesellschaft. Wir gehören in jeden Betrieb, an jeden Ort und auf jede Veranstaltung. Und wo wir heute noch nicht sind – werden wir morgen sein!“






